Erfolg mit respektvoller Kommunikation




Einleitung



Für viele Menschen ist persönlicher Erfolg sehr stark von der Anerkennung durch andere abhängig. Viele sehnen sich nach dieser Anerkennung und bekommen sie jedoch nicht. Und haben keine Ahnung, warum sie keine bekommen.

Oft sind die Dinge in ihrer Ursache sehr simpel. Das konsequente Leben einfacher Kommunikations-Regeln ist oft der Wegbereiter dafür, es den anderen leicht zu machen Anerkennung zu schenken.

Drei Empfehlungen dazu:

Hören Sie auf andere zu unterbrechen oder ihre Sätze zu Ende zu führen. 
Lassen Sie andere möglichst oft recht haben 
Lernen Sie, besser zuzuhören 


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Hören Sie auf andere zu unterbrechen oder ihre Sätze zu Ende zu führen. 


Erst vor wenigen Jahren fiel mir auf, wie oft ich andere unterbrach oder ihre Sätze beendete. Kurz darauf wurde mir auch bewußt, wie destruktiv diese Angewohnheit ist. Nicht nur im Bezug auf den Respekt und die Sympathie, die mir von anderen entgegengebracht wurden, sondern auch wegen der ungeheueren Energie, die es kostet, gleichzeitig in zwei Köpfen zu sein.

Überlegen Sie einmal. Wenn Sie jemanden hetzen, unterbrechen, seinen Satz zu Ende führen, müssen Sie nicht nur bei Ihren eigenen Gedanken den Überblick behalten, sondern auch bei denen Ihres Gesprächspartners. Diese Angewohnheit, die übrigens besonders bei viel beschäftigten Menschen sehr häufig anzutreffen ist, treibt beide Seiten dazu an, immer schneller zu reden und zu denken. Dies wiederum macht beide Gesprächspartner nervös, gereizt und ärgerlich. Es ist schlechtweg anstrengend. Es liegt hierin auch die Ursache für viele Streitereien und Auseinandersetzungen, weil niemand es leiden kann, wenn man ihm nicht zuhört.

Aber wie können Sie jemanden zuhören, wenn Sie für diese Person weiter sprechen? Wenn Ihnen auffällt, daß Sie andere Leute unterbrechen, werden Sie erkennen, daß diese heimtückische Marotte nichts weiter ist, als eine schlechte Angewohnheit, derer Sie sich gar nicht bewußt sind. Und das ist gut so, denn es bedeutet sich eigentlich nur rechtzeitig ertappen müssen, wenn das Temperament einmal wieder mit Ihnen durchgeht. Denken Sie daran, möglichst vor einer Unterhaltung, daß Sie geduldig sein wollen. Ermahnen Sie sich den anderen ausreden zu lassen ehe Sie loslegen. Sie werden merken, wie viel besser die Interaktionen zwischen Ihnen und Ihren Mitmenschen durch diese einfache Strategie werden.

Die Personen mit denen Sie reden, werden sich in Ihrer Gegenwart entspannen, denn Sie bemerken, daß man Ihnen wirklich zuhört. Und Sie werden auch rasch merken, wie viel entspannter Sie sich fühlen, wenn Sie aufhören anderen ins Wort zu fallen. Ihr Herzschlag und Puls werden sich verlangsamen, und Sie werden diese streßlosen Unterhaltungen richtig gehend genießen. Dies ist eine ganz einfache Methode entspannter und sympathischer zu werden.


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Lassen Sie andere möglichst oft recht haben 


Eine der wichtigsten Fragen, die Sie sich stellen sollten, lautet:

"Möchten ich recht haben oder möchte ich glücklich sein?"


Sehr häufig schließen sich diese Möglichkeiten völlig aus. Auf unserer Haltung zu beharren fordert enorme geistige Energien und entfremdet uns oft von den anderen Menschen in unserem Leben. Das Bedürfnis im recht sein zu wollen, beziehungsweise das Bedürfnis andere ins Unrecht zu stürzen, drängt diese in die Defensive und zwingt uns, uns weiter zu verteidigen. Dennoch investieren viele von uns, mich eingeschlossen, viel Zeit und Energie um zu beweisen oder deutlich zu machen, daß Sie recht haben. Oder die Anderen falsch liegen. Sie halten es bewußt oder unbewußt für Ihre Aufgabe andren zu zeigen, daß Ihre Haltung, Ihre Behauptungen und Ansichten nicht richtig sind. Und glauben, der Betreffende werde das zu schätzen wissen, oder zumindestens etwas daraus lernen.

Von wegen. Denken Sie einmal nach. Sind Sie schon einmal verbessert werden und haben darauf hin zu diesem Menschen gesagt: "Ich bin Ihnen ja so dankbar, daß Sie mir gezeigt haben, daß ich im Irrtum bin. Jetzt ist es mir klar. Mensch, sind Sie aber toll" Oder hat jemand, den Sie kennen, schon jemals gedankt oder wenigstens Ihre Meinung geteilt, wenn Sie Ihn korrigiert oder ihm demonstriert haben, daß Sie ihm Recht waren? Natürlich nicht. Wir hassen es nämlich alle, verbessert zu werden. Und möchten, daß unsere Haltung von anderen verstanden und respektiert wird. Nichts wünschen wir uns mehr, als ein offenes Ohr zu finden.

Nur diejenigen, die wissen wie man zuhört, werden mehr respektiert. Wer andere ständig verbessert hat nur wenige Freunde. Es ist natürlich nicht so, daß man nie auf seine Position beharren sollte. Manchmal ist das wirklich nötig. Vielleicht gibt es bestimmte philosophische Standpunkte von denen Sie nicht abweichen möchten, wenn Sie zum Beispiel eine rassistische Bemerkung hören. Hier ist es wichtig seine Meinung offen zu sagen.

Normalerweise ist es jedoch nur Ihr Ego, das sich in den Vordergrund spielt, die Angewohnheit immer und überall recht haben zu wollen und eine ansonsten nette Zusammenkunft stört.

Eine wunderbare, von Herzen kommende Methode friedlicher und liebevoller zu werden, besteht darin, dem anderen die Freude am recht haben zuzugestehen. Sie leuchten zu lassen. Schluß mit dem verbessern.

Es mag schwer fallen, diese Angewohnheit abzulegen, aber die Mühe und Anstrengungen lohnen sich. Unterbrechen Sie jemanden, der sagt: "ich halte es für sehr wichtig, daß ..." nicht mit "Nein, es ist weitaus wichtiger " oder mit einer anderen der zahllosen Möglichkeiten jemanden zu widersprechen. Lassen Sie die Aussage so stehen, wie Sie gesagt wurde.

Die Menschen in Ihrem Leben werden sich weniger in die Defensive gedrängt fühlen und mehr Sympathie zeigen. Sie werden Sie, selbst wenn Sie nicht wissen warum, mehr schätzen als Sie es sich jemals hätten träumen lassen. Nichts geht über die Freude anderer Menschen an der man Anteil hat. Schon gar nicht eine Schlacht der Egos. Sie brauchen keineswegs Ihre tiefsten, philosophischen Überzeugungen oder Meinungen zu opfern, aber lassen Sie von heute an, andere Menschen so oft wie möglich recht haben.


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Lernen Sie, besser zuzuhören 


Ich wuchs auf in dem Glauben, ein guter Zuhörer zu sein. Und obwohl ich in den letzten zehn Jahren ein besserer Zuhörer geworden bin, muß ich doch zugeben, daß ich noch immer höchstens ein akzeptabler Zuhörer bin. Zu effektivem Zuhören gehört nämlich mehr als die schlechte Gewohnheit abzulegen, anderen ins Wort zu fallen oder ihre Sätze zu Ende führen.

Effektives Zuhören heißt, jemanden ausreden zu lassen. Im bereitwillig bis zum Schluß zu folgen, ohne ungeduldig auf die Gelegenheit zu warten ihm zu antworten. Unsere Unfähigkeit zuzuhören ist in gewisser Weise ein Symbol für die Art wie wir leben. Wir verhalten uns oft so, als sei Kommunikation ein Wettrennen. Oft gewinnt man den Eindruck unser Ziel bestehe darin zwischen Abschluß dem Satzes unseres Gegenübers, mit dem wir uns gerade unterhalten und dem Beginn unseres eigenen keine Lücke entstehen zu lassen.

Meine Partnerin uns ich aßen kürzlich in einem Café zu Mittag und lauschten den Gespräche um uns herum. Wir hatten das Gefühl als höre keiner dem anderen wirklich zu. Es schien statt dessen rein darum zu gehen, einander abwechselnd nicht zuzuhören. Ich fragte meine Partnerin, ob ich mich auch so verhielte. Mit einem Lächeln erwiderte sie: "Nur manchmal."

Sich bei den Antworten ein wenig zurückzuhalten und so ein besserer Zuhörer werden, hilft Ihnen zu mehr Ausgeglichenheit. Ihnen nimmt es den Druck. Denken Sie einmal darüber nach. Es erfordert doch einiges an Energie und ist mit sehr viel Streß verbunden auf der Stuhlkante zu sitzen und zu erraten, was Ihr Gegenüber oder Ihr Gesprächspartner am Telefon wohl als nächstes sagen wird damit Sie gleich eine Entgegnung parat haben. Wenn Sie hingegen warten bis die Menschen mit denen Sie sich unterhalten fertig sind, wenn Sie einfach aufmerksam das Gesagte in sich aufnehmen, werden Sie merken, wie dieser Druck von Ihnen abfällt. Sie fühlen Sich entspannter und genauso wird es Ihren Gesprächspartnern ergehen. Weil sie merken, daß Sie sich nicht mehr in einem Wettstreit um die Sendezeit befinden, werden Sie auch nicht mehr das Bedürfnis haben, sofort eine Antwort anschließen zu müssen. Nicht nur Sie werden durch geduldiges Zuhören ein geduldiger Mensch, nein, auch Ihre Beziehungen können dadurch nur gewinnen. Denn jeder unterhält sich ausgesprochen gern mit einem Menschen, der ihm wirklich zuhört.


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Beiträge zu Konfliktlösungs-Strategien



Aus früheren news2use Beiträgen:

Die universellen Regeln helfen, Konflikte positiv zu lösen:

Fachartikel: "Konflikte besser verstehen und konstruktiv lösen"

Fachartikel: "Freude mit Konflikten"


Fachartikel: "Mensch ärgere dich nicht"



Oder zur Prävention:

Fachartikel: "Vorbeugen ist oft günstiger als heilen"

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Impressum


Quellenhinweis:
Teile der obigen Texte sind aus dem Hörbuch "Alles kein Problem"
Autor Dr. Richard Carlson, Rusch-Verlag. Kreuzlingen/Konstanz,
ISBN: 3-907595-24-6
Wir danken den Verlag für die freundliche Genehmigung.

Für den Inhalt des obigen Artikels verantwortlich: Richard Wagner

Diversitytraining
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