Fach-Artikel

Freude mit Konflikten
Emotionale Vorwürfe meiden - Sachthemen konstruktiv lösen


Die goldenen Regeln



Drei universielle Regeln aus dem Diversity Management:


Jeder hat zuerst - von seinem Standpunkt aus gesehen - recht.

Respektiere die positive Absicht des anderen für sich selbst.

Was kann ich aus der Sicht und Denkweise des anderen lernen?


siehe auch Fachartikel: "Freuen Sie sich auf den nächsten Konflikt"


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Wer hat wirklich Recht?



Wenn ich für mich das Recht in Anspruch nehmen möchte "richtig" zu sein, so hat der andere selbstverständlich genauso das Recht zur Annahme "richtig" zu sein.

Sollte so sein, oder? Vor dem Gesetz sind ja bekanntlich alle gleich. Im Grundgesetz steht sinngemäß:

"Jeder hat von seinem Standpunkt aus gesehen recht. Auch wenn bei Gericht ein Richter einer Partei recht gibt, heißt das nicht, das die Partei objektiv recht hat, es bleibt eine subjektive Glaubwürdigung durch den neutralen Richter".

Brauchen wir einen Richter, der uns subjektiv recht gibt? Die Gerichte sind ohnehin überlastet!

Gefragt sind

Selbstwertgefühl,
Selbstsicherheit,
Geduld,
Kommunikationsfähigkeit,
Menschenfreundlichkeit
und bei Bedarf auch Überzeugungskraft,

um herauszufinden, wer liegt "richtig".

Lassen wir Machtspiele und Abhängigkeiten jetzt einmal weg. Das ist eine andere "Baustelle" und wird in einem eigenen Artikel behandelt.

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Sei schön brav, Franzi!



Eine kleine Alltagsgeschichte aus der klassischen Familiensituation

Die Mutter hat den kleinen Franzi um 17 Uhr vom Kindergarten abgeholt und ist wieder zu Hause. In der Zwischenzeit ist auch der Vater nach Hause gekommen.
Er hat sich gleich zu seinem Schreibtisch gesetzt um ein wichtiges Angebot für seine Firma auszuarbeiten.

Nach 10 Minuten kommt Franzi:
"Papi, was machst du da?, Tust du schreiben?"
"Ja, ich habe was wichtiges zu tun, geh' bitte zur Mama ..."

Nach weiteren 10 Minuten:
"Papa, wie lange brauchst du noch, ich möchte mit dir spielen."
"Noch eine halbe Stunde, geh schön zur Mama ..."

Nach 20 Minuten:
"Papa, bist du schon fertig?, was machst du jetzt?"

——————

Nach 5 bis 6 Versuchen des kleinen Franzi, die Aufmerksamkeit des Papas auf sich zu lenken, wird Papa ärgerlich:
"Du störst, sei schön brav und lass mich allein, sonst ..."

Klein-Franzi wollte von sich aus nicht "stören" und wollte auch nicht "schlimm" sein.


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Die positive Absicht


Was ist die positive Absicht von Franzi in unserer Alltagsgeschichte?

Franzi wollte für sich
Aufmerksamkeit und zeigt Interesse an der Arbeit vom Papa. Ist das ein Grund ärgerlich zu werden?

Wir sollten bei allen Situationen immer die positive Absicht des anderen erkennen
für sich einen Vorteil erzielen zu wollen.

Und das sollten wir dem anderen grundsätzlich nicht zum Vorwurf machen. Wenn andere in ihren Motiven verletzt werden oder wegen ihrer Methode angegriffen werden, fühlen sie sich kritisiert und angegriffen.

Die Reaktion: Kampf oder Flucht, Aggressivität oder Resignation, das Sachthema gerät komplett in den Hintergrund.

"Jeder denkt an sich, nur ich denke an mich"

Wenn wir anderen vorwerfen, nur an sich zu denken und für sich einen Vorteil erzielen wollen, wird ein großer Teil der Energie wirklich unnötig vergeudet. Wenn wir herausfinden, worum es wirklich geht und versuchen das sachliche Thema zu finden, können wir viel konstruktiver unsere Standpunkte austauschen.

Akzeptieren Sie, dass der andere für sich einen Vorteil sucht.
Sie tun es doch auch.

Die Methoden um zu seinem Vorteil zu kommen, sind vielleicht verschieden. Aber haben wir ein recht den anderen die Methode vorzuwerfen?


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Worum geht es eigentlich?



Fragen Sie sich:

Werfe ich den anderen vor, dass er für sich einen Vorteil sucht?

Werfe ich den anderen vor eine bestimmte Methode zu wählen um zu seinen Vorteil zu kommen?

Geht es darum "Recht" zu haben oder geht es um eine Konfliktlösung?

Jeder hat Recht

Das heißt selbstverständlich auch nicht, dass automatisch der andere recht hat. Es geht darum, mit Respekt, Selbstsicherheit, Selbstwertgefühl und Gelassenheit den eigenen Standpunkt zu vertreten.

Die Konfliktlösung könnte z. B. ein Kompromiss sein:

Skizze mit rot blau lila


Oder es gibt eine bisher nicht gedachte Lösung:

Skizze rot, blau, lila gelb


Die Aspekte der sozialen Kompetenz müssen (leider) immer wieder angesprochen werden.

Vielleicht gelingt es mit der Beachtung dieser kleinen praktischen Regeln
Kleinkriege im Kleinen zu vermeiden.
Und vielleicht werden auch weniger Kriege im Großen geführt.


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Freuen Sie sich auf den nächsten Konflikt



Es ist nicht das Problem, wenn es zu Konflikten kommt. Es kann problematisch werden, wenn Konflikte zu persönlichen Streitigkeiten führen.

Die universellen Regeln helfen, Konflikte positiv zu lösen.

Siehe auch Fachartikel: "Freuen Sie sich auf den nächsten Konflikt"

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Impressum


Für den Inhalt verantwortlich: Richard Wagner

Diversitytraining
Wagner + Partner

A-1100 Wien
Gußriegelstrasse 28/51

Tel : 0043-1-8122501
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