Fach-Artikel

Mentoring —
Firmeninternes Knowhow schneller nützen


Quellenhinweiss:
Teile des folgenden Artikles sind aus dem Buch "Unter Pinguinen".

Eine "Pflichtlektüre" für alle, die im Unternehmen mit
Menschen (-Führung) zu tun haben. Genaue Quellenangabe
am Ende dieses Artikels. Auszug circa vier A4-Seiten)


Prolog


Im großen Meer der Unternehmen haben meist die Pinguine das Sagen. Sie tragen den klassischen Pinguinanzug, sprechen mit gedämpfter Stimme, setzen kleine überlegte Schritte und haben einen festen Standard im Umgang untereinander.

Farbenfrohe,
frei fliegende Vögel mit kreativen Ideen und lautem Gehabe gefährden jetzt immer mehr die heilige Ordnung. Schaffen es die Pinguine weiterhin ihr System durchzusetzen, oder wird ihre Macht durch den Einfluß der Vielfalt bunter Vögel gefährdet?

Überall, wo penible und kreative Menschen zusammenarbeiten, stehen beide Seiten vor der gleichen Frage:

"ln welchem Maße können wir Ideen und Meinungen vertreten, die sich von denen unserer Mitarbeiter oder Vorgesetzten unterscheiden?"

Und die Vorgesetzten sind mit einem ähnlichen Dilemma konfrontiert:

"Wie sorgen wir für die kreative Energie, die es uns erlaubt, unseren Konkurrenten einen Schritt voraus zu sein, und halten dabei gleichzeitig die Ordnung aufrecht, die wir brauchen, damit unser Unternehmen reibungslos und effektiv arbeitet?"

Diese Spannung zwischen Individualität und Konformitätist allgegenwärtig - sie ist eine Herausforderung, der sich Organisationen und Unternehmen aller Spielarten und Größenordnungen, ja sogar ganze Nationen stellen müssen.


Über das Buch


Das Buch erzählt die Geschichte von Perry dem Pfau - ein schlauer, talentierter, farbenfroher Vogel - der ins Land der Pinguine zieht. Hier bekommt er bald Probleme, denn bei den Pinguinen herrscht das frostige Klima einer Unternehmenskultur, die starr, bürokratisch und von unzähligen geschriebenen und ungeschriebenen Regeln beherrscht ist.

Obwohl sie seine Stärken erkennen, ist seine Andersartigkeit den Pinguinen unangenehm. Sobald er im Unternehmen arbeitet, sorgen ironischer weise nun gerade die Eigenschaften, aufgrund derer man ihn eingestellt hat - seine besondere Ausstrahlung und Kreativität - dafür, dass die Pinguine ihn als ein Problem empfinden!

In seinen Erlebnissen spiegeln sich die Erfahrungen von "schrägen Vögeln" in vielen Unternehmen auf der ganzen Welt. Geschäftsführer und Manager sagen dass sie neue Ideen und neue Ansätze von ihren Angestellten erwarten, doch ihre Handlungsweise spricht eine andere Sprache.

Neue Ideen stören den Betriebsfrieden, bringen Unordnung, stellen die etablierte Ordnung in Frage, verlangen, dass man Neues ausprobiert und Risiken eingeht, sie scheuchen die Leute aus ihrer Bequemlichkeit auf. Darum wird oft versucht, Menschen, die anders sind, die neue Ansichten haben, wie man das Unternehmen zum Erfolg führen kann, daran zu hindern, diese Ansichten zu vertreten - sehr zum Schaden des Einzelnen und des Unternehmens.


Sahen die meisten Unternehmen gleich aus?


Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Manager trugen den klassischen Pinguinanzug,
während die verschiedenen Arten der Arbeitervögel Farben und Anzüge trugen, die ihrer Arbeit oder ihrer Lebenseinstellung entsprach.


Wenn ein Vogel in seinem Unternehmen aufsteigen wollte, legte man ihm nahe, es den Pinguinen gleich zu tun. Kürzere Schritte zu machen und den Pinguingang zu lernen, einen Pinguinanzug zu tragen und dem Beispiel seiner Vorgesetzten zu folgen.

Fortbildungsabteilungen boten ausgedehnte Trainingsprogramme an, in denen man
das richtige Pinguinverhalten lernen konnte.


Woran Sie erkennen, dass Sie sich im Land der Pinguine befinden


•  Bei der Entscheidungsfindung stehen Kategorien wie Kontinuität, Tradition und Kontrollierbarkeit im Vordergrund; Kreativität, Risikobereitschaft, Flexibilität und Innovation spielt dagegen keine große Rolle.
"So etwas haben wir noch nie gemacht" und "das widerspricht der Firmenphilosophie" wiegen schwerer als "scheint eine gute Idee zu sein - probieren wir's aus".


•  Es ist von allergrößter Bedeutung, die Entscheidungshierarchie zu beachten und "das Boot nicht zum Schaukeln zu bringen". Loyalität gegenüber dernVorgesetzten wird höher gewertet als Loyalität gegenüber den Interessen der Firma oder des Kunden.

•  Diskussionen sind vom Gruppendenken geprägt, es gibt wenige Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen. Verstöße gegen die Tradition und ein Infragestellen der bestehenden Ordnung werden vermieden.

•  Es ist sehr wichtig, sich in der Öffentlichkeit an "die Unternehmenslinie" zu halten und in allen Unterhaltungen Vorsicht walten zu lassen. Man muss vorsichtig sein, wem man seine ehrliche Meinung anvertraut und darf niemals darauf hinweisen, dass "der Kaiserpinguin ohne Kleider dasteht".

•  Eine Art "organisatorische Verstopfung" sorgt dafür, dass alles sehr langsam vor sich geht. Die Bürokratie verlangt, dass immer erst mehrere Hierarchiestufen ihre Zustimmung geben, bevor ein neues Projekt gestartet werden, ein Kundenproblem gelöst, ein Einkauf getätigt werden kann und so weiter.

•  In ähnlicher Weise leidet die Fähigkeit, Probleme zu lösen, an "analytischer Lähmung": zu viele Komitees beraten über alle möglichen Themen, sind aber nicht autorisiert, Entscheidungen zu fällen; es wird wenig riskiert.

•  Das Unternehmen neigt dazu, neue Hierarchieebenen einzuführen, statt welche abzubauen. Für die Favoriten (und Favoritinnen) des Managements werden spezielle Stellen geschaffen, um sie als künftige Führungskräfte aufzubauen. Diejenigen, die durch die Hierarchieebenen aufsteigen, sind nichts anderes als jüngere Kopien der jetzigen Führungskräfte.

•  Die "richtigen Verbindungen" zu haben, gilt allgemein als der sicherste Weg, etwas durchzusetzen oder weiterzukommen. Beförderungen und attraktive Aufträge werden danach vergeben, "wen man kennt" und ob man zu "den Auserwählten" gehört; weniger aufgrund von Können und Wissen.

•  Neuankömmlinge werden dazu angehalten, sich zu integrieren und "dazuzugehören". Form zählt mehr als Inhalt. Korrektes Auftreten ist oft wichtiger als Resultate. Die Weigerung sich anzupassen hat drastische Auswirkungen auf die Karriere.

•  Die Top-Führungskräfte sehen alle aus, als würden sie zum gleichen Schneider und zum gleichen Friseur gehen. Konservative Neigungen in Kleidung, Denken und Handeln vereinen sie.

•  Die Insignien von Status und Macht werden sichtbar und demonstrativ zur Schau getragen (z.B. Geschäftsführungskantine, besondere Dienstwagen, eigene Toiletten und so weiter). Große Betonung von Rang und Machtposition im Unternehmen.

•  Wenige Frauen und Angehörige von Minderheiten haben Führungspositionen inne. Gibt es welche, zählen sie häufig zu den frostigsten Pinguinen von allen, um ihre Loyalität gegenüber der bestehenden Ordnung unter Beweis zu stellen.


Gegenstrategien der bunten Vögel


Einige der bunten Vögel wollten lieber die Unternehmenskultur ändern als sich selbst von ihr verändern zu lassen.

"Wir werden unsere Vorgesetzten und die anderen wichtigen Pinguine bearbeiten. Natürlich nicht offensichtlich."

Sie entwickelten ihre eignen Strategien um einen Wandel im Land der Pinguine herbeizuführen.

Strategie der Unterstützung (Alfred der Adler)

"Erwische deinen Chef dabei, wie er etwas richtig macht ... (oder wenigstens halbwegs richtig!)"


Jedesmal, wenn sein Chef sich irgendeine neue Idee zu eigen machte,
gab ihm Alfred positives Feedback, indem er sagte:
"Was ich wirklich an Ihnen schätze, ist Ihre Bereitschaft, Neues auszuprobieren. Ihre Unterstützung macht meine Arbeit interessant und lohnend."


Strategie des Hoffnungsdenkens (Wanda die Weihe)

"Handle auf der Basis von Annahmen, von denen du wünschst, dass sie wahr wären ... (mit aller Vorsicht, natürlich!)"

Wanda schickte ihrem Chef regelmassig zeitungsausschnitte und Magazinberichte
mit einem kurzen begleitbrief, in dem zu Beispiel stand:
"Weil ich weiß, dass Sie ständig nach neuen Wegen suchen, um unser Marketing zu verbessern, habe ich sofort an Sie gedacht, als ich den beiliegenden Artikel über die Bilanzrekord AG in der letzten Ausgabe des Journals für Erfolgs-unternehmen las."


Strategie der bewussten Ignoranz
(Stefan der Stieglitz)

"Verletze ruhig die Pinguinregeln und wenn man dich erwischt, reagiere überrascht wie ein unwissender Ddelinquent."

Jedesmal, wenn man Stefan wegen einer bestimmten Vorgehensweise oder Entscheidung zur Rede stellte war er sehr verwundert und erläuterte dann geduldig, dass seine Abkürzung genau das erreichen würde, was beim letzten Meeting von allen als sehr wichtig bezeichnet worden war.


Strategie des sicheren Lernens (Sarah der Schwan)

"Vermittle deinen Vorgesetzten neue Ideen, ohne dass sie es selbst merken, in Situationen, wo sie nicht unter dem Druck stehen, sofort Stelung zu beziehen."

Sarah erwähnte ihre Ideen und Vorschläge ganz beiläufig, im privaten Gespräch
ausserhalb von Meetings und Konferenzen. So pflanzte sie ihre Ideen ein, goss sie von Zeit zu Zeit und hoffte, dass sie Wurzeln schlugen.


Im Land der Möglichkeiten

Das Land der Möglichkeiten ist eine Einstellung.

Es ist die Offenheit für neue Ideen, die Bereitschaft zuzuhören, der Wille zu lernen, der Wunsch sich weiterzuentwickeln und die Flexibilität etwas zu verändern.


Das Land der Möglichkeiten ist eine neue Art, miteinander umzugehen.
Es wird zur Realität, wenn wir aufhören, einander nach oberflächlichen Merkmalen zu beurteilen, und damit beginnen, jeden Einzelnen um seiner unverwechselbaren Talente, Fähigkeiten und Werte willen anzuerkennen und zu achten.

Das Land der Möglichkeiten ist dort, wo wir leben und arbeiten, wenn wir uns darauf einlassen, mit neuen Augen zu sehen, unseren Herzen zu folgen und uns selbst und andere als das akzeptieren, was wir wirklich sind, wir selbst.


So vermeiden Sie die Pinguinlähmung

•  Versuchen Sie einmal, Meetings irn Stehen statt im Sitzen
abzuhalten. Diese Technik sorgt in der Regel dafür, dass Diskussionen und
Entscheidungsprozesse schneller ablaufen. Ein Meeting wird nicht über
mäßig lange dauern, wenn alle stehen müssen.


•  Machen Sie viele Experimente ?Versuchsballons, Kurzzeit?Pilotprojekte und so weiter. So fördern Sie Innovation und eine gewisses Maß an Risiko, ohne sich gleich ganz auf eine neue Idee festlegen zu müssen. Halten Sie ein festes Budget für solche Expern?nente bereit. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass viele dieser Experimente scheitern werden - das ist der unvermeidliche Preis jeder Erneuerung,

•  Timing ist alles. Räumen Sie genug Zeit ein für Brainstorining und Diskussion, aber geben Sie auch klare Zeitvorgaben für die Entscheidungsfindung. Warten Sie nicht ewig auf niehr Daten und Informationen; Sie werden nie alle Informationen haben, die Sie gerne hätten. Lernen Sie, wann es an der Zeit ist, mit dein, was Sie haben, loszulegen.

•  Engagieren Sie innovative, kreative Leute und lassen Sie sie innovativ und kreativ sein ? auch wenn es die etablierte Ordnung durcheinanderbringt. Wenn Sie Ihrem Urteil nicht vertrauen, darin sollten Sie sie nicht einstellen.

•  Wenn Sie es nicht schon getan haben: Sorgen Sie für flache Organisationsstrukturen und verringern Sie die Anzahl der Hürden, die eine neue Idee nehmen muss, bis sie umgesetzt werden kann.


Weitere Kapitel im Buch:

Tipps für Pinguine, die sich verändern wollen.

Tipps für Pinguine, die ihr Unternehmen ändern wollen

Handbuch für Pinguine: Fütterung und Pflege Ihrer bunter Vögel

Flugstunden: Berichte aus Unternehmen

Jedem Vogel seine Strategie


Das Buch erzählt eine Fabel: "Unter Pinguinen"

Die Geschichte in dem zitierten Buch basiert auf den wahren Erlebnissen wirklicher Menschen in einem realen Unternehmen, verpackt in das dünne Federkleid einer Parabel.

Die Pinguine sind überall - und ebenso die anderen bunten Vögel, die versuchen, sich selbst treu zu bleiben und trotzdem Anerkennung zu bekommen für ihre Fähigkeiten und ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg. Dies ist eine Geschichte menschlicher Natur.


Die Parabel von Perry dem Pfau und seinen exotischen Freunden kann neue Einsichten vermitteln und vielleicht eine neue Sprache bereitstellt, in der man über Vielfalt und Unterschiede sprechen kann. Das lockere und humorvolle Behandeln eines ernsten Themas ist oftmals die wirksamste Methode, Spannungen abzubauen und eine Diskussion in Gang zu bringen.

Jedes soziale Spannungsfeld und jedes unternehmerische Problem trägt in seinem Kern bereits den Ansatz einer Lösung und eine Chance für die Zukunft.

Das Buch vermittelt wichtige Einsichten in die Frage von Kreativität und Innovation am Arbeitsplatz - und es tut das auf äußerst fesselnde Weise. Durch das Medium der Fabel hilft es uns zu erkennen, was geschehen kann, wenn wir offen und mutig zu uns selbst stehen ... in einem Umfeld, das von Managern und Vorständen geschaffen wurde, die die Welt ganz anders sehen als wir selbst.Wenn Sie daran interessiert sind, Ihr Unternehmen mit neuen Ideen erfolgreich zu machen, lesen Sie dieses kleine Buch.

Das Schaffen einer Arbeitsatmosphäre, die Kreativität und Innovation gedeihen lässt, ist von größter Wichtigkeit - für Manager ebenso wie für Angestellte. Hier finden Sie wichtige Erkenntnisse!
(Vorwort von Ken Blanchard Co-Autor von Der Minuten?Manager)

Buchtitel: Unter Pinguinen
Autoren: BJ Gallagher, Warren H. Schmidt
Verlag: REDLINE Wirtschaft, Carl Ueberreuter, copyright 2002.
ISBN: 3-8323-0860-1

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